Alle Artikel · 10. Oktober 2026 · 4 Minuten Lesezeit
Warum ich mittlerweile eher auf statische HTML Seiten setze

Lange war WordPress mein Standardwerkzeug, und für manche Projekte ist es das bis heute. Bei den meisten Firmenwebsites setze ich inzwischen aber lieber auf statisches HTML. Der Grund ist schnell erklärt: Die Seite ist schneller, hat weniger Angriffsfläche und kostet im Betrieb weniger, und das ohne teures Hosting oder aufwendige Optimierung.
Was bei WordPress bei jedem Aufruf passiert
Ruft jemand eine WordPress-Seite auf, muss der Server sie zuerst zusammenbauen. Er startet PHP, fragt die Datenbank ab, lädt Theme und Plugins und erzeugt daraus erst die Seite, die der Besucher sieht. Das funktioniert zuverlässig, kostet aber bei jedem Aufruf Zeit.
Natürlich lässt sich das abfedern, mit Caching, schlankem Theme, gutem Hosting und viel Feinarbeit. Nur ist genau das der Haken: Tempo bekommst du bei WordPress meist erst durch zusätzlichen Aufwand und oft durch zusätzliches Geld.
Was bei einer statischen Seite passiert
Eine statische Seite wird einmal fertig gebaut. Danach liegen nur noch fertige Dateien auf dem Server. Es gibt keine Datenbank, die befragt werden muss, und keinen Code, der beim Aufruf erst läuft. Der Server reicht die Datei einfach weiter.
Das ist der Kern: Die Geschwindigkeit kommt hier aus der Bauweise, nicht aus teurer Technik. Wo eine WordPress-Seite erst durch Optimierung schnell wird, ist eine statische Seite von Anfang an schnell.
Schnell, ohne dass es teuer wird
Eine statische Seite braucht keine leistungsstarken Server und keine Zusatzdienste, die Tempo nachrüsten. Ein normales Hostingpaket reicht aus. Auch meine eigene Seite hubigweb.de ist so gebaut und läuft auf einem gewöhnlichen Hosting.
Für dich heißt das: Du zahlst weder für Spezial-Hosting noch für ein Optimierungspaket, und deine Seite ist trotzdem schnell, auch auf dem Handy mit schwachem Netz. Warum das für Anfragen wichtig ist, habe ich im Artikel Schnelle Website: Warum die Ladezeit über Anfragen entscheidet beschrieben.
Weniger Angriffsfläche, weniger Updates
Ohne Datenbank, Login und Plugins gibt es auf einer statischen Seite sehr wenig, was jemand angreifen könnte. Und es gibt weniger, was veraltet: keine Plugin-Updates, die Probleme machen, und keine Sicherheitslücken in Erweiterungen, die niemand mehr pflegt.
Ganz ohne Pflege kommt aber auch eine statische Seite nicht aus. Inhalte ändern sich, Datenschutzangaben müssen stimmen, die Technik dahinter soll aktuell bleiben. Das übernehme ich im Rahmen eines Wartungsvertrags, den ich standardmäßig anbiete. Der Aufwand ist nur deutlich kleiner als bei einer Seite mit vielen Plugins.
Gut lesbar für Google und KI-Suche
Eine statische Seite besteht aus sauberem HTML, das Suchmaschinen und KI-Dienste direkt lesen können. Garantien für Platzierungen gibt es nie, aber eine schnelle, klar aufgebaute Seite ist eine gute Grundlage. Mehr dazu findest du auf der Seite SEO und KI-Sichtbarkeit.
Wann ich trotzdem zu WordPress rate
Statisch ist nicht für jedes Projekt die richtige Antwort. Wenn du einen Onlineshop betreibst, ein Team hast, das täglich Inhalte einstellt, oder einen Login-Bereich brauchst, ist WordPress oft der bessere Weg. Für die typische Firmenseite mit Leistungen, Referenzen und Kontakt reicht statisch dagegen sehr gut.
Häufige Fragen
Kann ich bei einer statischen Seite selbst Texte ändern?
Nicht per Klick in einem Backend wie bei WordPress. Änderungen mache ich für dich. Das ist für viele Betriebe sogar angenehmer, weil sie sich nicht um ein System kümmern müssen.
Funktioniert ein Kontaktformular?
Ja. Das Formular schickt seine Daten an ein kleines Skript auf dem Server, das die Nachricht prüft und weiterleitet. Die Seite selbst bleibt statisch.
Schneidet eine statische Seite bei Google schlechter ab?
Nein. Eine schnelle, sauber aufgebaute Seite ist für Suchmaschinen eher ein Vorteil. Entscheidend sind am Ende weiterhin gute Inhalte und eine klare Struktur.
Und was heißt das für deine Seite?
Wenn du wissen willst, ob für deinen Betrieb eine statische Seite oder WordPress besser passt, schau auf die Seite Webdesign oder melde dich über die Kontaktseite. Im Erstgespräch klären wir das ehrlich, auch wenn die Antwort WordPress heißt. Für Handwerksbetriebe gibt es außerdem eine eigene Seite: Webdesign für Handwerker.


